Deutsche Fanconi-Anämie-Hilfe 

    Deutsche
    Fanconi-Anämie-
    Hilfe e.V.


    29. Oktober bis 5. November 2004

  Boa Vista - Ultramarathon
    Markus Süße läuft
  erneut für Fanconi-Kinder

    - 150 km durch die Wüsteninsel vor Senegal -

www.laufenderleben.de

Extremläufer
im heissen Wüstensand

    Wetter Kapverdische Inseln: aktuell
Informationen über Boa Vista: WIKIPEDIA - Die freie Enzyklopädie    
Dt. Fanconi-Anämie-Hilfe e.V. Kontakt   
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Markus Süße "150 Kilometer durch Hitze
  und starke Wüstenwinde
"
 Extremläufer Markus Süße
 aus Coburg quält sich
 ein weiteres Mal
 für knochenmarkerkrankte
 Fanconi-Anämie-Kinder


Neue Presse, Kronach


Markus Süße







VIELEN HERZLICHEN DANK,
lieber Markus, für deine Unterstützung
und deinen unermüdlichen Einsatz !!!
Dies sagen dir von Herzen
alle Fanconi-Anämie-Familien
mit ihren kranken Kindern aus Deutschland

VIEL KRAFT FÜR DEINEN LAUF
- und komm gesund zurück!



WIKIPEDIA - Die freie Enzyklopädie

Die Kapverdischen Inseln
500 km westlich vor der Küste von Senegal (Afrika)



WIKIPEDIA - Die freie Enzyklopädie

Boa Vista (rechter Bildrand, Mitte)
Trotz Wüste und heisser Winde: Eines der letzten Paradise dieser Erde


Und als Training: einmal durch den Harz,
auf den Brocken und zurück


Neue Presse, Coburg, 11. Oktober 2004 (Abschrift vom Original)

Läuferfest am Berg der Hexen
27. Harzgebirgslauf über den Brocken mit Coburger Beteiligung

Jedes Jahr in der Walpurgisnacht, in der letzten Nacht bevor der Mai beginnt, tanzen die Hexen auf dem Brocken. Am vergangenen Samstag allerdings war dort kaum Platz für sie. Es sei denn, sie sind auch so laufbegeistert, wie die vielen Läuferinnen und Läufer, die beim 27. Harz-Gebirgslauf ein Fest am höchsten Berg im Harz feierten.

Ideale äußere Bedingungen bildeten den Rahmen für diese Veranstaltung, bei der nicht nur verschiedene Laufstrecken (Marathon, 22km, 11km), sondern auch einige Wanderrouten im Programm standen. Von den mehr als 3000 Teilnehmern waren ca. 750 für den Marathon gemeldet. Unter ihnen auch die beiden Coburger Ausdauersportler Michael Schulz und Markus Süße (Coburger TS).


Seit Jahren gemeinsam unterwegs:
Die beiden Ultra-Läufer Markus Süße und Michael Schulz aus Coburg

Nicht ohne Grund wird dieser Marathon als einer der Schwersten in Deutschland bezeichnet. Die anspruchsvolle Strecke führte die Läuferinnen und Läufer zunächst über 20 km und eine Höhendifferenz von über 1000 m hinauf zum Brocken. Dort empfing ein Mix aus Sonne, Wind und Wolken und Temperaturen von gefühlt unter 0 Grad die Teilnehmer. Anschließend ging es wieder über Stock und Stein, mal mehr, mal weniger steil bergab zum Ziel nach Wernigerode.

Neben all den Anforderungen, die die Strecke an die Läuferinnen und Läufer stellte, entschädigte doch die wunderschöne Landschaft des Harzes reichlich für ihre Mühen. Weite Ausblicke über die Höhen des Mittelgebirges, sprudelnde Bäche im satten Farngrün und der sich langsam verfärbende Herbstwald machen diese Veranstaltung zu einem der schönsten Landschaftsläufe.

Für die beiden Coburger Markus Süße und Michael Schulz stand demnach auch mehr das Erleben als der sportliche Wettkampf im Vordergrund. Gemeinsam erreichten sie das Ziel in einer Zeit von 4:44 h, die allerdings für sie nur am Rande von Bedeutung war. Während der Harz-Gebirgslauf für Michael Schulz den Abschluss der Laufsaison darstellte, war er für Markus Süße die letzte Generalprobe für seinen Saisonhöhepunkt. Am 29. Oktober wird er nach Boa Vista aufbrechen, um an einem Ultramarathon teilzunehmen. Dort wird er 150 Berg- und Wüstenkilometer zu Gunsten der Deutschen Fanconi-Anämie-Hilfe e.V. (www.fanconi.de) laufen.


Coburg, 21. November 2004: Markus Süße berichtet nach seinem Lauf



Auf seiner Homepage hat Markus Süße einen Bericht über seine Teilnahme am 4. Boa Vista Ultramarathon eingestellt - mit vielen wunderschönen Fotos vom Lauf, den Teilnehmern und der faszinierenden Wüsteninsel. Leider musste Markus Süße in diesem Jahr wegen massiver Probleme mit seinen Laufschuhen aufgeben. Aber im nächsten Jahr will er es wieder versuchen. Für den kompletten Bildbericht (es lohnt sich !!!) klicken Sie bitte auf http://www.ms-sweety.de/, danach auf "Sport" für "Sportliche Highlights" und anschließend auf "Boavista" auf der Highlights-Seite rechts unten. Die in der folgenden Zusammenfassung eingearbeiteten Fotos stammen ebenfalls von der Homepage von Markus Süße (Danke, Markus!).



Auszug aus der Homepage von Markus Süße:

4. Boavista Ultramarathon 2004

Mit einem starken und sicheren Willen bin ich nach Boavista gereist. Den Marathon des Sables habe ich geschafft, den Desert Cup bin ich zweimal erfolgreich durch Jordanien gelaufen, was soll mir da passieren? Auch wenn die Vorbereitung nicht so gelaufen ist, das werde ich schon meistern. Leider kommen doch noch Sachen vor, mit denen man sicher nicht rechnet bzw. sich zu sicher ist. Hätte mir jemand gesagt, dass ich wegen zu kleiner Schuhe aufgebe, hätte ich gelacht. Die Achilles-Sehne, oder irgend etwas anderes, aber doch nicht die Schuhe. Ja, ich habe eine Erfahrung aus der Wüste/Insel mit heimgebracht. Es tut weh, wenn man sieht wie die Laufpartner/innen ins Ziel einlaufen, sie bei der Siegerehrung ihr Finisher-Shirt erhalten und sich noch über den Lauf unterhalten, wo man nicht mehr mitreden kann. Allen Finishern möchte ich hiermit noch einmal meine herzlichsten Glückwunsche zum durchhalten ausdrücken. Ich freue mich für Euch. Die Eindrücke in Euren Gesichtern waren einfach grandios. So konnte ich diese Freude noch nie aufnehmen und es war schön. Nur, ganz ehrlich, möchte ich sie das nächste mal wieder selber erleben.




Hier ein Bericht, den Markus Süße für die Coburger Tageszeitungen verfasst hat:

4. Boavista Ultramarathon 2004

Boavista, eine von 15 Kapverdischen Inseln im Antlantischen Ozean. Bezaubert durch die pastellfarbenen Kontraste der weißgoldenen Dünenstränden vor weitläufigen Palmenwäldern und bizarren Inselbergen, die im blauen Schimmer der Ferne verschwinden. Wer Boavista als eines der schönsten Wüsteneilande im Atlantik bezeichnet, übertreibt nicht. Markus Süße, war auf dieser Insel um sich dem ersten Ultramarathon über 150 KM Nonstop zu stellen. Süße, der für die Coburger Turnerschaft startet und dieses Event wieder zugunsten der Deutschen Fanconi Anämie Hilfe e.V. (www.fanconi.de) laufen wollte, musste erstmal vergeblich am Flughafen in Sal auf seinen Koffer warten. Nach Auskunft der Einheimischen ist das hier normal. So ging die Reise auf die Wüsteninsel Boavista am folgenden Tag ohne Ausrüstung weiter. Nachdem der Koffer auch am Sonntag noch nicht angekommen ist, hatte der Extremsportler den Lauf schon mental abgeschrieben. Das Hotel hatte es dann doch irgendwie organisiert, dass der Koffer mit Ausrüstung 3 Stunden vor dem Ausrüstungs- und Medical-Check eingetroffen ist. In der verbleibenden Zeit wurde dann der Laufrucksack mit Pflichtausrüstung, wie z.B. Schlafsack, Zusatzkleidung, Lampe, Leuchtstäbe, Messer und der Ernährung gepackt.

Montag morgen um 7.00 Uhr Kapverdischer Zeit war auf dem Marktplatz von Sal Rei für ca. 30 Teilnehmer der Start. Hierunter waren 13 Einheimische, viele Italiener (die auch den Lauf organisiert haben) und drei Deutsche. Es ging die ersten 500 m die Hauptstraße hinunter und dann links ab über viel Sand und Geröll 7 KM zur gegenüberliegenden Seite der Insel. Hier war der erste Kontrollpunkt, zu erkennen durch ein im Meerwasser zusammen gerostetes Schiffswrack. Auf dieser Strecke musste Süße erstmals an seinen Füssen verspüren, dass er die falschen Schuhe gewählt hat. Ihm war im Vorfeld klar, dass durch die Belastung, die Hitze seine Füße enorm anschwellen und der Schuh in ausreichender Größe getragen werden muss. Dass es gegenüber den bisherigen Lauf-Events auf der Wüsteninsel aber in so einer Schnelle und Dimension erfolgt, hat er noch nicht erlebt. Bereits nach 5 KM und einer Außentemperatur von ca. 35 Grad kam es ihm vor, als wenn er in einer Schraubzwänge läuft. Vom Kontrollpunkt bis zum ersten Checkpoint, waren es noch 8 KM, die nach Osten auf schmalen, schrägen, anstrengenden Dünenpfaden immer über die imposante Brandung entlang nach Espingueira ging. Süße, der hier noch mit zwei Italiener und einem Einheimischen unterwegs war, kam sich jedoch wie auf einem Geisterschiff vor, da eine Verständigung zwischen den Teilnehmern nicht möglich war.

Am Checkpoint gab es 3 Liter Wasser, die für die nächsten 15 KM ausreichen sollten. Das Wasser aufgefüllt, einen Riegel eingeschoben und gleich ging es weiter. Einige Kilometer ging es über Kopfsteinpflaster in die freie Landschaft der Inselmitte zurück. Es ist ziemlich schnell heiß geworden ist. Der dunkle Lavaboden heizte die Füsse, die Sonne dagegen den Teilnehmer ganz schön ein. Zum nächsten Kontrollpunkt ging es vorbei an wunderschönen gleißend weißen Dünen, die Füße versinken im Sand, es ist anstrengend, aber die Augen können das schwarz-weiß und braun-gelbe Farbenspiel der weichen Konturen geniessen. Die Belastung der Füße in einem doch zu kleinen Schuh bringt es, dass Süße mehrmals umgeknickt ist und sich bereits Blasen am Vorderfuss gebildet haben. Endlich nach über 1 ½ Stunden an dem Kontrollpunkt angekommen, ist der Flughafen und das Meer mit dem nächsten Checkpoint in naher Ferne zu erkennen, nur noch 6,5 KM zum CP 2. Eine Markierung ist ab hier auch nicht mehr auszumachen und so entschließt sich Süße querfeldein, Düne hoch, Düne runter zu gehen.

Dem Sportler gehen nun viele Gedanken durch den Kopf. Sind es die Kinder, denen er den Lauf widmet, oder die Füße die ihn kaputt machen? Laufen kann man das ganze auch nicht mehr nennen, was er da macht, eher ein ungewöhnliches Stolpern. Nach 6 ½ Stunden und nur 30 KM ist der Checkpoint 2 endlich erreicht. Bei über 40 Grad setzte sich Süße gleich in den Schatten des Jeeps und musste erst einmal seine Füße von den drückenden Schuhen befreien. An allen drei Fußzehen sind Blasen entstanden, womit Süße auch gerechnet hatte. Die Größe des großen Fußzeh ist jedoch um das doppelte gestiegen, was nicht geplant war. Jetzt waren doch noch 120 KM zu bewältigen und das mit diesen Füßen und Schuhen. Süße musste sich hier eingestehen, dass er bei der Wahl seiner Schuhe einen großen Fehler gemacht hat und dies nun die Aufgabe dieses Rennens für ihn bedeutete.

Befriedigend war diese Woche für den Sportler nicht, doch wird er seine Ausrüstung gut einpacken und sicherlich nächstes Jahr für dieses Rennen wieder auspacken. Damit er vielleicht unter anderen Voraussetzungen das Rennen hoffentlich beendet und so auch die sehr gelungene familiäre Siegerehrung aus einem anderen Gesichtspunkt miterlebt.


DANKE, lieber Markus, für deine Teilnahme am 4. Boavista Ultramarathon. Bitte gräm Dich wegen der letztendlich zu kleinen Schuhe nicht zu sehr. Was nicht geht, geht nicht. Und die Gesundheit geht vor. Du hast teilgenommen und du hast gekämpft, so gut es ging, allein das zählt. Vor dem Hintergrund deiner vielen bisherigen sportlichen Erfolge bist du auch nach "nur" 30 km unter diesen Extrembedingungen auf Boavista für uns auf jeden Fall ein Finisher im Namen unserer Deutschen Fanconi-Anämie-Hilfe und für die betroffenen Kinder!!!



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